Ängste gehören zum Leben, wie Gefühle überhaupt. Sie treten in den unterschiedlichsten Situationen und Zusammenhängen auf, weisen auf drohende Gefahren hin und haben damit eine wichtige Schutzfunktion für den Menschen.
Berichtet ein Patient über zunehmende Ängste, so gehört die Klärung der Frage, ob es sich um eine "Angststörung" oder eine "berechtigte Angst" handelt zu den allerersten und wichtigsten Maßnahmen. Angst kann ein "Begleitsymptom" einer anderen Erkrankung (körperlich oder psychisch) sein, weshalb das Auftreten einer solchen Symptomatik eine umfangreiche medizinische und psychiatrische Abklärung notwendig macht.


Bei der Angststörung, gibt es für den Patienten in der Regel keinen konkreten Anlass zur übermäßigen Sorge. Dennoch ist das Krankheitsbild sehr häufig durch ein permanentes “Sich-Sorgen-machen” gekennzeichnet. Diese Sorgen sind deutlich übertrieben und nicht durch die Person zu kontrollieren, d.h. auch wenn man versucht diese Gedanken wegzuschieben und an etwas Anderes zu denken, drängen sie sich immer wieder auf. Das Belastende hierbei sind insbesondere neben den kreisenden Gedanken die körperlichen Symptome, wie etwa Schwindel, Herzrasen, Zittern, verminderte Belastbarkeit oder auch Magen-Darm-Beschwerden, die den Patienten immer wieder heimsuchen.
Die Folgen von Angststörungen sind mitunter gravierend: Weil man sich schämt, die Ängste einzugestehen und Hilfe zu holen, wird das Problem vor anderen und oft sogar vor sich selber verleugnet. Angstauslösende Situationen werden gemieden, das sonstige Leben um die Ängste herum neu organisiert. Die weitere Folge ist oft eine soziale Isolierung. Steigt der Druck, werden häufig Alkohol, Beruhigungs- und Schlafmittel oder, v.a. bei jungen Patienten Drogen konsumiert, um sich zu betäuben. Daraus entstehen schnell zusätzliche Abhängigkeitserkrankungen und in der Folge auch depressive Entwicklungen.

SCHRITTweise arbeitet mit den anerkannten Methoden der Verhaltenstherapie. Diese hat sich als psychotherapeutisches Verfahren zur Behandlung von Angst-und Panikstörung erwiesen. Zentraler Ansatz der Therapie muss hierbei die Durchbrechung des Teufelskreises sein.
Beispielsweise können typischerweise auftretende Symptome der Panikstörung wie z.B. die Atemnot durch kontrollierte körperliche Belastung  oder vermehrtes, schnelles Atmen provoziert werden. Hierbei kann der Patient erlernen, dass er die Kontrolle über diese Symptomatik besitzt. Er lernt nicht nur, dass er diese Symptome selbst auslösen kann, sondern dass von ihnen keine Bedrohung ausgeht. Der Patient übt Entspannungstechniken, die er gezielt einsetzen kann. In der kognitiven Therapie beginnt er sich mit den angststeigernden Gedanken auseinanderzusetzen um eine realistischere Sichtweise für die körperlichen Beschwerden zu entwickeln. (Mein Herz klopft schnell, weil ich mich aufgeregt habe, es ist trotzdem gesund.)
In einer psychotherapeutischen Sitzung ergründen wir, das Gefühl zu entdecken, das hinter der Angst steckt. Das können Wut, Neid, Eifersucht, Schuldgefühle oder – scheinbar paradoxerweise – auch Freude sein. Die  Angst ist meistens ein Teil von verschiedenen psychischen Problemen. Beispielsweise können Depressionen oder Zwänge mit starken Ängsten verbunden sein.